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dezember 2025, 602 s., ebook (PDF)
isbn 978-3-911679-30-5
reihe Das regionale Fachbuch

auch als Printausgabe erhältlich

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36,90 euro (D)
inkl. MwSt.

Beschreibung

Wie prägt Geschlecht die vietnamesische Gesellschaft – und wie spiegelt sich das in der Kunst? „Gender in der zeitgenössischen Kunst Vietnams“ zeigt, wie familiäre Strukturen, Hierarchien und eine weiterhin dominante binäre Geschlechterordnung das soziale Gefüge prägen und sich in künstlerischen Positionen widerspiegeln, die zugleich Einblicke in aktuelle Debatten zu Gender, Identität und gesellschaftlichem Wandel geben.
Julia E. Holz untersucht Genderdarstellungen in der vietnamesischen Kunst seit dem frühen 20. Jahrhundert, analysiert dominante stereotype Frauenbilder und zeigt, wie Künstler*innen seit den 1990er Jahren verstärkt ihre eigene Identität reflektieren. Insbesondere die Werke und Interviews von 14 zeitgenössischen Künstler*innen geben Einblick in ihre Sichtweisen zu Gender, ihre Selbstverortung in der Geschlechterordnung sowie ihre künstlerischen Strategien. So entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie Kunst in Vietnam gesellschaftliche Fragen aufgreift – und welche Themen bislang ausgespart bleiben.
Erstmals wird Gender in der vietnamesischen Gegenwartskunst umfassend untersucht. Julia E. Holz erweitert den Blick, indem sie neben queeren auch männliche Perspektiven einbezieht – ein bislang weitgehend unbeachteter Aspekt. Damit eröffnet sie neue Zugänge zum Verständnis der vietnamesischen Gesellschaft und zeigt, wie Kunst als Spiegel gesellschaftlicher Realitäten wirken kann. Das Buch zeigt die Grenzen durch Selbstzensur und politische Restriktionen und zugleich das Potenzial der Kunst, Debatten über Gleichberechtigung und Geschlechterrollen anzuregen.

 

Transkriptionen der geführten Interviews

Anhang: Transkriptionen (PDF) 

Über die Autorin

Julia E. Holz, Jahrgang 1990, studierte Kunstgeschichte an der LMU München und Asiatische und Islamische Kunstgeschichte sowie Vietnamesisch an der Universität Bonn. Ihr Studienschwerpunkt galt dabei der zeitgenössischen Kunst aus islamisch geprägten und
asiatischen Ländern. Heute ist Julia E. Holz im Bereich der interkulturellen Zusammenarbeit tätig.

Inhaltsverzeichnis

Danksagung    1
Zusammenfassung    3
Abstract    5
Vorwort    7
1.     Einleitung – Gender und Kunst im heutigen Vietnam    11
1.1 Aktueller Forschungsstand     22
1.2 Gliederung des Buches    24
1.3 Auswahl, Methode und Selbstverständnis    25
2.     Gender in der vietnamesischen Kunst     29
2.1 Die Entstehung der modernen Kunst- und Kunstszene in Vietnam    29
2.2 Thematisierung von Gender in der Kunst Vietnams seit 1925    69
3.     Darstellungen und Positionen zu Männlichkeit(en) – Aushandlungen heutiger Künstler    147
3.1 Theoretische Grundlagen zum Thema Männlichkeit(en)    149
    Was ist „Männlichkeit“?     149
    Hegemoniale Männlichkeit    150
    Männlichkeit(en) und Männlichkeitsforschung in Vietnam     156
    Methode     166
3.2     Hoàng Dương Cầm – „Ich bin auch glücklich darüber, keinen Sohn zu haben“    171
    Werke    171
    Gender und Männlichkeit    197
    Zusammenfassung    202
3.3     Phan Quang – „[Es ist] die Herausforderung für jeden Mann in Vietnam, dem Patriarchalen entfliehen zu müssen“    204
    Werke     205
    Gender und Männlichkeit    219
    Zusammenfassung    224
3.4    Đỗ Tuấn Anh – „Für einen Mann ist sich sinnlos zu fühlen das Allergefährlichste“    226
    Werke     227
    Gender und Männlichkeit    242
    Zusammenfassung    253
3.5     Trương Thế Linh – „In Vietnam ist innerhalb der Familie der Sohn immer noch wichtig, selbst wenn wir das nicht wollen“    255
    Werke    256
    Gender und Männlichkeit     269
    Zusammenfassung    274
3.6     Nguyễn Văn Hè – „Wie Männer geboren werden, als starkes Geschlecht, dient dem Helfen und Teilen“    275
    Werke    278
    Gender und Männlichkeit     291
    Zusammenfassung    297
3.7     Tuấn Mami – „Eigentlich ist es am besten, wenn ich nicht viel an der Gesellschaft teilhaben will“    299
    Werke    301
    Gender und Männlichkeit     323
    Zusammenfassung    330
3.8     Nguyễn Huy An – „Im Herzen Vietnams befindet sich das Matriarchat“    333
    Werke    335
    Gender und Männlichkeit     345
    Zusammenfassung    354
3.9     Zwischenfazit: Künstler-Männlichkeiten zwischen Verantwortung und Außenseiterstatus    355
    Definitionen von Männlichkeit(en)    356
    Privilegien und Herausforderungen von Männern    356
    Männlichkeit(en) und Kunstschaffen    358
    Hegemoniale Männlichkeit    361
4.     Darstellungen und Positionen zu Weiblichkeit(en) – Aushandlungen heutiger Künstlerinnen    365
4.1     Theoretische Grundlagen zum Thema Weiblichkeit(en)    365
    Was ist Weiblichkeit?     366
    Weiblichkeit(en) und Gender Studies in Vietnam     369
4.2     Lê Thúy – „Wenn der Gott des Himmels uns mit einem Geschlecht zur Welt bringt, dann sollten wir glücklich sein und es einfach akzeptieren“    386
    Werke    387
    Gender und Weiblichkeit    401
    Zusammenfassung    405
4.3     Võ Trân Châu – „Ich finde vietnamesische Frauen sind sehr stark“    406
    Werke    408
    Gender und Weiblichkeit    421
    Zusammenfassung    427
4.4     Nguyễn Thủy Tiên – „Wenn Du die Karte gut ausspielst, hast Du als Frau sogar noch mehr Macht“    429
    Werke    432
    Gender und Weiblichkeit    451
    Zusammenfassung    461
4.5 Nguyễn Phương Linh – „Ich möchte keine Frau sein, weil ich Kinder gebären muss“    463
    Werke    464
    Gender und Weiblichkeit    470
    Zusammenfassung    474
4.6     Nguyễn Thị Châu Giang – „Ich bin dankbar für die Rolle der Frau als jemand, der viele Gefühle hat, damit ich kreativ werden kann“    475
    Werke    476
    Gender und Weiblichkeit    491
    Zusammenfassung    494
4.7     Nguyễn Thị Thanh Mai – „Die Menschen um uns herum bauen das Symbol der Frau auf und wir versuchen dann, so zu werden“    495
    Werke    496
    Gender und Weiblichkeit    505
    Zusammenfassung    510
4.8 Lại Thị Diệu Hà – „Das Tollste an den Frauen ist die Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit sich selbst gegenüber“    511
    Werke    513
    Gender und Weiblichkeit    531
    Zusammenfassung    538
4.9     Zwischenfazit: Künstlerinnen-Weiblichkeit(en) zwischen Selbstbestimmung und Aufopferung     541
    Empirie     543
    Weiblichkeit    544
    Benachteiligungen und Weiblichkeit    545
    Familiengründung     547
    Traditionelle Weiblichkeitswerte     547
    Aufopfern/Erdulden-Narrative    548
5.     Fazit     551
Literatur    575

Leseprobe

Einleitung (PDF)

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